Verarbeitung

 

Nach zwei bis drei Jahren sind die Pflanzen nach intensiver Bewässerung reif für die Ernte. Es werden nur die äußeren Blätter geerntet, indem sie mit einem sauberen und vorsichtigen Schnitt von der Pflanze abgetrennt werden. In der Regel werden alle zwei Monate drei bis vier Blätter einer Pflanze abgetrennt. Dabei hat jedes Blatt ein ungefähres Gewicht von gut einem halben Kilogramm. Zu beachten ist, dass mindestens 12 Blätter auf der Pflanze zurückbleiben, damit sie zwischen acht und zehn Jahren genutzt werden kann. Um den Verlust der Wirkstoffe so gering wie möglich zu halten, ist es sehr wichtig die Blätter nach der Ernte so schnell wie möglich weiterverarbeiten. Denn die Qualität der Wirkstoffe der Aloe Vera verringern sich nachweisbar nach 6 Stunden rapide, da sie mit Sauerstoff oxidieren. Bei der Verarbeitung werden das Blattende, die Spitze sowie die stacheligen Ränder gekappt und die Blätter auf unterschiedliche Arten weiterverarbeitet.


Das Blatt besteht aus drei Schichten: a) der Blattrinde, b) einer Schicht mit gelbem, bitterem Saft und c) dem Blattmark.

 


Heute werden die Blätter meist maschinell filetiert indem sie in zwei Hälften geteilt wird und das durchsichtige Gel durch eine Art Kaltpreßverfahren herausgelöst. Dieser Vorgang kann heute so steril durchgeführt werden, dass keine Bakterien mehr nachweisbar sind.

Die Verarbeitung wird in der Regel von den einzelnen Firmen als Betriebsgeheimnis gehütet. Denn nicht allen Herstellern ist es gelungen, die Aloine ohne Qualitätsverluste zu entfernen. Tatsächlich gibt es bei den auf dem Markt erhältlichen Saft- und Gel-Produkten enorme Qualitätsunterschiede. Daher ist es ratsam, sich über die Herstellungsweise und vielleicht auch das Ursprungsland zu erkundigen.


Eine große Hilfe bei der Wahl des Produktes kann das Gütesiegel des "National Aloe Science Council" (N.A.S.C.) sein. Es soll eine bestimmte Qualität sichern und schreibt vor, dass die Anbieter eine genaue Angabe des Aloegehaltes in den Produkten angeben.